…denn Qualität                      hat eine Adresse!
    Teeinsel Sylt   
seit 1997
© Speyerer Tee Contor

Malaysia 2002

Cameron Highlands Tea BOH seit 1929

Meine   erste   Teereise   führte   mich   nach   Malaysia   wo   ich   eine   typisch   "englische"   Teeplantage   besuchte.   Auf   der   BOH   Tea   Plantation wird überwiegend schwarzer Tee hergestellt der in Malaysia und in den Nachbarländern getrunken wird. Die Pflückung erfolgt in den ausgedehnten Gebieten der Cameron Highlands in Höhen bis zu 1800 m. Die hier angelegte Plantage besteht aus der robusten Thea Assamica, welche groß im Blatt und kräftig in der Tasse ist. Hier in der BOH Plantation wird neben der orthodoxen Pflückweise per Hand auch maschinell geerntet. Dies ist nicht gerade ein Gütezertifikat für den Tee, aber zur Herstellung von Teebeuteln ausreichend und kostensparend.    Nach einem anstrengenden Vormittag bei 38 °C und einer Luftfeuchtigkeit von 92 % habe ich mir den Superior BOH Tea aufgießen lassen und diesen fachmännisch begutachtet und verkostet. Dieser Tee zeichnete sich durch einen sehr würzigen, kräftigen und leicht herben Geschmack aus. Die Infusion (aufgegossene Teeblätter) zeigte ein sehr grob verarbeitetes Blatt mit einigen „Stocks“ darin. Die Farbe des Tees war sehr ansprechend, golden und klare Tasse. Es eine sehr interessante Reise, bei der ich viel erfahren und noch lernen konnte. M. Münzenberger .

China 2010

Das Reich der Mitte und Mutterland des Tees

2010   hatte   ich   die   Möglichkeit   16   Tage   in   China   zu   verbringen.   Neben   viel   Kultur   und   Landschaft   war   für   mich   natürlich   der   Besuch bei   verschiedenen      Teeplantagen   Pflicht.   Durch   die   Vermittlung   über   die Außenstelle   der   Firma   Intertee   in   Shanghai   konnte   ich   mich einige   Male   auch   etwas   intensiver   und   detailierter   auf   den   Plantagen   umschauen.   Welch   ein   unvergessliches   Erlebnis.   Vielen   Dank dafür. Wie   nicht   anders   zu   erwarten   erwiesen   sich   die   guten   Reise-   und   Teetipps   vom   Hamburger   “Teepapst“   Rainer   Schmidt   als   sehr hilfreich. Drachenbrunnental Einer der Höhepunkte war der Besuch der Region Zhejiang am West Lake. In unmittelbarer Nähe des mächtigen Flusses Yangtse, westlich der großen Seen, werden die ersten Frühjahrstees noch vor den beginnenden Regenfällen und vor der Entwicklung des zweiten Blatts geerntet. Die meisten Grünteekenner haben den Tee aus dieser Region schon einmal getrunken. Er hat viele Namen, aber der bekannteste ist Lung (Drache) Ching (gut). Man findet diesen Tee auch unter den Namen Drachenbrunnentee, Dragon Well oder Lung Qiang. Weil die Mönche aus dem nahe liegenden Kloster an einem der wichtigsten chinesischen Feiertage anfang   April   in   den   Plantagen   Geister   beschwören   und   Götter   rufen,   um   eine   gute   Ernte   einzufahren,   wird   dieser   Tee   auch   als Mönchstee bezeichnet. Am   Tag   unseres   Aufenthaltes   auf   einer   kleinen   Teeplantage   am   West   Lake   hatten   die   Chinesen   diesen   Feiertag.   Gefühlt   war   ganz China auf den Beinen und unterwegs im Drachenbrunnental. Menschen wohin man sah. Die   Landschaft   rund   um   den   West   Lake   besteht   weitgehend   aus   mit   Teesträuchern   übersätem   Bergland.   Jedes   Haus   hat   im   Garten dahinter   Teesträucher   stehen,   welche   zum   Eigenbedarf   dienen.   Vorort   befindet   sich   auch   das   Teemuseum.   Jahrhunderte   lange Erfahrungen   des   Anbaus   und   der   Herstellung   des   Tees   sind   hier   untergebracht.   Laut   veröffentlichten   Statistiken   werden   ca.   800000 p.a. Teesorten hergestellt, davon ca. 80% grüner und 20%  schwarzer Tee. Interessiert   beobachtete   ich,   wie   vor   den   Häusern   die   frisch   geernteten   Teeblätter   in   wokähnlichen   Geräten   per   Hand   gerollt   und gepresst   wurden.   Nachdem   man   mich   als   Teefachmann   entlarvt   hatte   wurden   mir   nicht   nur   die   handelsüblichen   Tees   angeboten.   Mir wurden sehr hochwertige und besonders aromatische Tees zur Verkostung gereicht. Überraschend   war   für   mich   die   angebotene   Vielfalt   der   Lung   Ching   „Grade“   (Qualitätseinstufungen).   Natürlich   kann   man   auch   in Europa/Deutschland unterschiedliche Grade bekommen, aber nicht in diesem Maße. Allgemein In   den   verschiedensten   Millionenstädten,   ob   Nangjing,   Peking   oder   andere   fand   ich   unterschiedlichste   Teesalons.   Hier   wurde   einem bewusst,   dass   es   keine   chinesische Teezeremonie,   sondern   vielfältige Teezeremonien   gibt.   Das   Land   ist   zu   groß   und   die   Entwicklung in den verschiedenen Regionen zu verschieden, als das es eine einheitliche Teezubereitung gibt. Erstaunlich   für   mich   war   die   Erkenntnis,   dass   die   Einheimischen,   den   bei   uns   weniger   bekannten,   aber   sehr   feinen   Oolongtee tranken. Ebenso konnte man in jedem kleineren Geschäft Kräuter- Blütenmischungen erwerben. Im   Einzugsgebiet   von   Shanghai   leben   ca.18   Millionen   Menschen.   3   Hochhäuser   beinhalten   die   gesamte   Einwohnerschaft   von Speyer !!UNVORSTELLBAR!! Denken   Sie   mal   an   einen   Samstagvormittag   in   einem   Einkaufszentrum   mit   Sonderverkauf   und   nehmen   Sie   diesen   x4   und   sie   haben einen normalen Wochentag in einer chinesischen Stadt.   Ich   habe   auf   meiner   Reise   gelernt,   dass   Chinesen   in   erster   Linie   auf   ein   gutes   Geschäft   aus   sind.   Zeigt   man   etwas   Interesse,   oder auch    nur    ein    kurzes    Augenzucken    wird    dies    sofort    entsprechend    interpretiert    und    man    wird    umgehend    in    Gespräche    und Verhandlungen verwickelt. Diese Chinareise hat mich nachhaltig beeindruckt. M. Münzenberger

Südafrika 2008

Reisebericht

Wiedereinmal    war    ich    für    Sie    unterwegs    (ich    gestehe,    auch    ein    wenig    für    mich),    um    diesmal    in    Südafrika    die    einzigartigen Rooibosplantagen zu besichtigen. Das südafrikanische Nationalgetränk hat in den letzten Jahren stark an Beliebtheit gewonnen. Der Rooibos wächst nach wie vor ausschließlich in der Region um die Cederberge, ca. 250 km nördlich von Kapstadt. Diese Region ist auch durch den Weinanbau weltweit bekannt und dient als Obst und Gemüsekammer für Südafrika. Wunderschöne grüne Täler, fantastische klare Luft und ein gemildertes Klima gaben meiner Geschäftsreise das Gefühl von Urlaub. Rooibos LIMITED Durch meine guten Verbindungen zu führenden Teehändlern in Hamburg wurde ich im malerisch gelegenen Clanwilliam von der Geschäftsführerin der Rooibos LIMITED begrüßt.   Die Projektleiterin brachte mich zuerst in den betriebseigenen „Pflanzenkindergarten“ sowie dem Anpflanzungsgebiet der frischen Sprösslinge . Der Rooibos kann erstmals 4 Jahre nach Auspflanzung geerntet   werden.   Die   Flächen   sind   so   angelegt,   dass   neue      Anpflanzungen   mit   älteren   im   Wechsel   angelegt   werden.   Um   die Ausnutzung der Flächen zu optimieren, versucht man in Langzeitstudien verschiedene Ernte und Aussaatsysteme zu analysieren.  Nachdem   ich   erfahren   habe,   dass   nicht   etwa   Dünger   oder   sonstige   Agrargifte   für   eine   ertragreiche   Ernte   sorgen,   sondern   lediglich das entsprechende Klima, wurde mir schnell klar, dass Rooibos Bio Organic zum Standard gehört. Leider   war   während   meiner   Reise   im   Oktober   keine   Erntezeit   (Januar-März)   daher   konnte   ich   Ihnen   keine   entsprechenden   Fotos mitbringen. Die abgeernteten Rooibospflanzen sahen etwas trostlos und zerrupft aus, da die Pflanzen zu dieser Zeit erst am Anfang ihres Wachstums stehen.  Nach dem Ausflug in die Plantagen durfte ich die Manufaktur in Augenschein nehmen. Die Bauern aus der Region liefern fast ihre komplette   Ernte   hier   ab.   Der   Preis   richtet   sich   nicht   nach   der   angelieferten   Menge,   sondern   nach   der   Qualität.   Die   Bauern   mit   der qualitativ   besten   Ernte   verdienen   auch   am   Besten.   Die   erste   Prüfung   erfolgt   direkt   bei   der   Wiegestelle.   Hier   wird   der   Rooibos   in   die entsprechende   Qualitätsstufe   eingetragen.   Dieser   Preis   steht   dem   Bauern   zu,   auch   wenn   bei   der   2.   Prüfung   eine   schlechtere Einteilung   der   Ware   erfolgen   würde.   Wird   die   Qualität   bei   der   2.   Prüfung   besser   eingestuft   erhält   er   nachträglich   den   höheren   Preis. Diese Art der Bezahlung hat sich bei der Rooibos LIMITED mehr als bewährt. Man    unterscheidet    etwa    20    verschiedene    Qualitätsstufen.    Für    den    Export    genügen    jedoch    4    Bezeichnungen.    Die    restlichen Unterscheidungen   sind   für   die   inländische   Verarbeitung   gedacht   (Instant,   Teebeutel,   einfacher   Schnitt).   Die   Rooibos   Limited   deckt etwa   90-95%   des   Inlandsbedarfes   und   ca.   65   %   des   internationalen   Bedarfes   ab.   Nach   der   Objektiven   Überprüfung   der   Qualität erfolgt   in   den   betriebseigenen   Labors   die   Prüfung   nach   Rückständen   und   Bakterien.   Nach   der   Begutachtung   wird   die   Lieferung   zur Weiterverarbeitung freigegeben.   Produktion Die Verarbeitung unterscheidet sich im wesentlichen nicht von der Schwarzteeherstellung. Ein   Vorgang   besteht   aus   der   Trocknung   der   Blätter   und   Stängel.   Diese   werden   in   der   Mittagssonne   auf   große   Flächen   ausgebreitet und   nach   einer   gewissen   Zeit   wieder   zusammen   geschoben.   Nach   dem   letzten   Arbeitsgang   wird   der   Tee   je   nach   Qualität   in verschieden    Silos    gepresst    und    von    dort    entsprechend    vom    großen    inländischen    500    kg    Sack    bis    hin    zum    Teebeutel    oder Instantpulver verpackt. Vor   der   Besichtigung   der   Lagerhallen,   konnte   ich   mir   die   Teebeutelproduktion   mit   der   Verpackungsanlage   ansehen.   Hygienisch einwandfreie   Produktionsstätten   sind   bei   der   Rooibos   LIMITED   vorgeschrieben   und   auch   selbstverständlich.   In   den   Lagerhallen werden    alle    Säcke    entsprechend    nummeriert    und    an    einem    speziellem    Platz    gelagert,    sodass    bei    Reklamationen    bzw. Beanstandungen die verbliebenen Säcke direkt kontrolliert werden können. Nach einem langen, heißen, aber sehr schönen Tag habe ich im Showroom der Rooibos Manufaktur einen frischen Rooibostee genossen. Ich bedanke mich bei meinem Teehändler des Vertrauens Herrn Holger Sturm vom Teehandelskontor Sturm für die Vermittlung zur Teeplantage, sowie den überaus freundlichen Mitarbeitern der Rooibosplantage, welche mir ihre Zeit geopfert haben. M. Münzenberger
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China 2010

Das Reich der Mitte und Mutterland des Tees

2010    hatte    ich    die    Möglichkeit    16   Tage    in    China    zu    verbringen. Neben   viel   Kultur   und   Landschaft   war   für   mich   natürlich   der   Besuch bei   verschiedenen      Teeplantagen   Pflicht.   Durch   die   Vermittlung   über die   Außenstelle    der    Firma    Intertee    in    Shanghai    konnte    ich    mich einige   Male   auch   etwas   intensiver   und   detailierter   auf   den   Plantagen umschauen. Welch ein unvergessliches Erlebnis. Vielen Dank dafür. Wie   nicht   anders   zu   erwarten   erwiesen   sich   die   guten   Reise-   und Teetipps    vom    Hamburger    “Teepapst“    Rainer    Schmidt    als    sehr hilfreich. Drachenbrunnental Einer    der    Höhepunkte    war    der    Besuch    der    Region    Zhejiang    am West   Lake.   In   unmittelbarer   Nähe   des   mächtigen   Flusses   Yangtse, westlich   der   großen   Seen,   werden   die   ersten   Frühjahrstees   noch   vor den   beginnenden   Regenfällen   und   vor   der   Entwicklung   des   zweiten Blatts geerntet. Die   meisten   Grünteekenner   haben   den Tee   aus   dieser   Region   schon einmal   getrunken.   Er   hat   viele   Namen,   aber   der   bekannteste   ist Lung   (Drache)   Ching   (gut).   Man   findet   diesen   Tee   auch   unter   den Namen   Drachenbrunnentee,   Dragon   Well   oder   Lung   Qiang.   Weil   die Mönche   aus   dem   nahe   liegenden   Kloster   an   einem   der   wichtigsten chinesischen    Feiertage    anfang    April    in    den    Plantagen    Geister beschwören   und   Götter   rufen,   um   eine   gute   Ernte   einzufahren,   wird dieser Tee auch als Mönchstee bezeichnet. Am    Tag    unseres   Aufenthaltes    auf    einer    kleinen    Teeplantage    am West   Lake   hatten   die   Chinesen   diesen   Feiertag.   Gefühlt   war   ganz China    auf    den    Beinen    und    unterwegs    im    Drachenbrunnental. Menschen wohin man sah. Die   Landschaft   rund   um   den   West   Lake   besteht   weitgehend   aus   mit Teesträuchern    übersätem    Bergland.    Jedes    Haus    hat    im    Garten dahinter    Teesträucher    stehen,    welche    zum    Eigenbedarf    dienen. Vorort    befindet    sich    auch    das    Teemuseum.    Jahrhunderte    lange Erfahrungen   des   Anbaus   und   der   Herstellung   des   Tees   sind   hier untergebracht.   Laut   veröffentlichten   Statistiken   werden   ca.   800000 p.a.     Teesorten     hergestellt,     davon     ca.     80%     grüner     und     20%       schwarzer Tee. Interessiert    beobachtete    ich,    wie    vor    den    Häusern    die    frisch geernteten   Teeblätter   in   wokähnlichen   Geräten   per   Hand   gerollt   und gepresst    wurden.    Nachdem    man    mich    als    Teefachmann    entlarvt hatte   wurden   mir   nicht   nur   die   handelsüblichen   Tees   angeboten.   Mir wurden    sehr    hochwertige    und    besonders    aromatische    Tees    zur Verkostung gereicht. Überraschend   war   für   mich   die   angebotene   Vielfalt   der   Lung   Ching „Grade“     (Qualitätseinstufungen).     Natürlich     kann     man     auch     in Europa/Deutschland   unterschiedliche   Grade   bekommen,   aber   nicht in diesem Maße. Allgemein In   den   verschiedensten   Millionenstädten,   ob   Nangjing,   Peking   oder andere    fand    ich    unterschiedlichste    Teesalons.    Hier    wurde    einem bewusst,     dass     es     keine     chinesische     Teezeremonie,     sondern vielfältige    Teezeremonien    gibt.    Das    Land    ist    zu    groß    und    die Entwicklung   in   den   verschiedenen   Regionen   zu   verschieden,   als   das es eine einheitliche Teezubereitung gibt. Erstaunlich   für   mich   war   die   Erkenntnis,   dass   die   Einheimischen, den    bei    uns    weniger    bekannten,    aber    sehr    feinen    Oolongtee tranken.   Ebenso   konnte   man   in   jedem   kleineren   Geschäft   Kräuter- Blütenmischungen erwerben. Im   Einzugsgebiet   von   Shanghai   leben   ca.18   Millionen   Menschen.   3 Hochhäuser   beinhalten   die   gesamte   Einwohnerschaft   von   Speyer !!UNVORSTELLBAR!! Denken      Sie      mal      an      einen      Samstagvormittag      in      einem Einkaufszentrum   mit   Sonderverkauf   und   nehmen   Sie   diesen   x4   und sie haben einen normalen Wochentag in einer chinesischen Stadt.   Ich   habe   auf   meiner   Reise   gelernt,   dass   Chinesen   in   erster   Linie   auf ein   gutes   Geschäft   aus   sind.   Zeigt   man   etwas   Interesse,   oder   auch nur     ein     kurzes     Augenzucken     wird     dies     sofort     entsprechend interpretiert      und      man      wird      umgehend      in      Gespräche      und Verhandlungen verwickelt. Diese Chinareise hat mich nachhaltig beeindruckt. M. Münzenberger

Südafrika 2008

Reisebericht

Wiedereinmal    war    ich    für    Sie    unterwegs    (ich    gestehe,    auch    ein wenig     für     mich),     um     diesmal     in     Südafrika     die     einzigartigen Rooibosplantagen        zu        besichtigen.        Das        südafrikanische Nationalgetränk    hat    in    den    letzten    Jahren    stark    an    Beliebtheit gewonnen. Der   Rooibos   wächst   nach   wie   vor   ausschließlich   in   der   Region   um die Cederberge, ca. 250 km nördlich von Kapstadt. Diese   Region   ist   auch   durch   den   Weinanbau   weltweit   bekannt   und dient als Obst und Gemüsekammer für Südafrika. Wunderschöne     grüne     Täler,     fantastische     klare     Luft     und     ein gemildertes    Klima    gaben    meiner    Geschäftsreise    das    Gefühl    von Urlaub. Rooibos LIMITED Durch    meine    guten    Verbindungen    zu    führenden    Teehändlern    in Hamburg   wurde   ich   im   malerisch   gelegenen   Clanwilliam   von   der Geschäftsführerin der Rooibos LIMITED begrüßt.   Die Projektleiterin brachte mich zuerst in den betriebseigenen „Pflanzenkindergarten“ sowie dem Anpflanzungsgebiet der frischen Sprösslinge . Der Rooibos kann erstmals 4 Jahre nach Auspflanzung geerntet     werden.     Die     Flächen     sind     so     angelegt,     dass     neue       Anpflanzungen   mit   älteren   im   Wechsel   angelegt   werden.   Um   die Ausnutzung     der     Flächen     zu     optimieren,     versucht     man     in Langzeitstudien     verschiedene     Ernte     und     Aussaatsysteme     zu analysieren.  Nachdem   ich   erfahren   habe,   dass   nicht   etwa   Dünger   oder   sonstige Agrargifte   für   eine   ertragreiche   Ernte   sorgen,   sondern   lediglich   das entsprechende    Klima,    wurde    mir    schnell    klar,    dass    Rooibos    Bio Organic zum Standard gehört. Leider    war    während    meiner    Reise    im    Oktober    keine    Erntezeit (Januar-März)   daher   konnte   ich   Ihnen   keine   entsprechenden   Fotos mitbringen.   Die   abgeernteten   Rooibospflanzen   sahen   etwas   trostlos und zerrupft aus, da die Pflanzen zu dieser Zeit erst am Anfang ihres Wachstums stehen.  Nach dem Ausflug in die Plantagen durfte ich die Manufaktur in Augenschein nehmen. Die Bauern aus der Region liefern fast ihre komplette    Ernte    hier    ab.    Der    Preis    richtet    sich    nicht    nach    der angelieferten   Menge,   sondern   nach   der   Qualität.   Die   Bauern   mit   der qualitativ   besten   Ernte   verdienen   auch   am   Besten.   Die   erste   Prüfung erfolgt    direkt    bei    der    Wiegestelle.    Hier    wird    der    Rooibos    in    die entsprechende   Qualitätsstufe   eingetragen.   Dieser   Preis   steht   dem Bauern   zu,   auch   wenn   bei   der   2.   Prüfung   eine   schlechtere   Einteilung der   Ware   erfolgen   würde.   Wird   die   Qualität   bei   der   2.   Prüfung   besser eingestuft   erhält   er   nachträglich   den   höheren   Preis.   Diese   Art   der Bezahlung hat sich bei der Rooibos LIMITED mehr als bewährt. Man   unterscheidet   etwa   20   verschiedene   Qualitätsstufen.   Für   den Export      genügen      jedoch      4      Bezeichnungen.      Die      restlichen Unterscheidungen    sind    für    die    inländische    Verarbeitung    gedacht (Instant,   Teebeutel,   einfacher   Schnitt).   Die   Rooibos   Limited   deckt etwa   90-95%   des   Inlandsbedarfes   und   ca.   65   %   des   internationalen Bedarfes   ab.   Nach   der   Objektiven   Überprüfung   der   Qualität   erfolgt   in den    betriebseigenen    Labors    die    Prüfung    nach    Rückständen    und Bakterien.     Nach     der     Begutachtung     wird     die     Lieferung     zur Weiterverarbeitung freigegeben.   Produktion Die   Verarbeitung   unterscheidet   sich   im   wesentlichen   nicht   von   der Schwarzteeherstellung. Ein   Vorgang   besteht   aus   der   Trocknung   der   Blätter   und   Stängel. Diese   werden   in   der   Mittagssonne   auf   große   Flächen   ausgebreitet und   nach   einer   gewissen   Zeit   wieder   zusammen   geschoben.   Nach dem   letzten Arbeitsgang   wird   der Tee   je   nach   Qualität   in   verschieden Silos   gepresst   und   von   dort   entsprechend   vom   großen   inländischen 500 kg Sack bis hin zum Teebeutel oder Instantpulver verpackt. Vor     der     Besichtigung     der     Lagerhallen,     konnte     ich     mir     die Teebeutelproduktion       mit       der       Verpackungsanlage       ansehen. Hygienisch   einwandfreie   Produktionsstätten   sind   bei   der   Rooibos LIMITED     vorgeschrieben     und     auch     selbstverständlich.     In     den Lagerhallen   werden   alle   Säcke   entsprechend   nummeriert   und   an einem   speziellem   Platz   gelagert,   sodass   bei   Reklamationen   bzw. Beanstandungen   die   verbliebenen   Säcke   direkt   kontrolliert   werden können. Nach   einem   langen,   heißen,   aber   sehr   schönen   Tag   habe   ich   im Showroom    der    Rooibos    Manufaktur    einen    frischen    Rooibostee genossen.Ich   bedanke   mich   bei   meinem   Teehändler   des   Vertrauens Herrn   Holger   Sturm   vom   Teehandelskontor   Sturm   für   die   Vermittlung zur Teeplantage, sowie den überaus freundlichen Mitarbeitern der Rooibosplantage, welche mir ihre Zeit geopfert haben. M. Münzenberger

Malaysia 2002

Cameron Highlands Tea BOH seit 1929

Meine   erste   Teereise   führte   mich   nach   Malaysia   wo   ich   eine   typisch "englische"   Teeplantage   besuchte.   Auf   der   BOH   Tea   Plantation   wird überwiegend   schwarzer   Tee   hergestellt   der   in   Malaysia   und   in   den Nachbarländern    getrunken    wird.    Die    Pflückung    erfolgt    in    den ausgedehnten   Gebieten   der   Cameron   Highlands   in   Höhen   bis   zu 1800 m. Die    hier    angelegte    Plantage    besteht    aus    der    robusten    Thea Assamica,   welche   groß   im   Blatt   und   kräftig   in   der   Tasse   ist.   Hier   in der    BOH    Plantation    wird    neben    der    orthodoxen    Pflückweise    per Hand     auch     maschinell     geerntet.     Dies     ist     nicht     gerade     ein Gütezertifikat    für    den    Tee,    aber    zur    Herstellung    von    Teebeuteln ausreichend und kostensparend.    Nach     einem     anstrengenden     Vormittag     bei     38     °C     und     einer Luftfeuchtigkeit    von    92    %    habe    ich    mir    den    Superior    BOH    Tea aufgießen     lassen     und     diesen     fachmännisch     begutachtet     und verkostet.   Dieser   Tee   zeichnete   sich   durch   einen   sehr   würzigen, kräftigen     und     leicht     herben     Geschmack     aus.     Die     Infusion (aufgegossene   Teeblätter)   zeigte   ein   sehr   grob   verarbeitetes   Blatt mit     einigen     „Stocks“     darin.     Die     Farbe     des     Tees     war     sehr ansprechend, golden und klare Tasse. Es eine sehr interessante Reise, bei der ich viel erfahren und noch lernen konnte. M. Münzenberger .